Ein wehmütiger Abschied vom "Paradies": Die Juist Open 2026
Was im ersten Moment theatralisch klingt, ist leider bittere Realität: Die letzte Juist Open unter der Leitung von Stefan, Norbert, Tom, Hilke und dem gesamten Team ist über die Bühne gegangen.
Trotz einiger Wetterkapriolen, die uns die Natur vorgemacht hat und letztlich zum Ausfall des Rückfluges führte, war die Ausgabe 2026 wieder ein echtes Highlight. Es gab sportlichen Ehrgeiz und echte Konkurrenz, aber immer mit dem richtigen Maß an Herz – fast wie in einer großen Familie. Umso schmerzlicher ist die Nachricht, dass dies (vorläufig) die finale Ausgabe des Turniers war. Dass wir das bedauern, liegt auf der Hand: Die Location besticht schon durch ihr Flair. Und die familiäre Atmosphäre – tagsüber auf dem Platz und abends an der kleinen Bar – war einfach unbezahlbar und macht das lange Wochenende fast vollkommen rund.
Sport, Filme und glückliche Gesichter
Natürlich stand das Spiel im Vordergrund.
In der Hauptrunde triumphierte erneut Norbert Hase vor Volker Rehse. Der Sieg im Doppel in der Hauptrunde ging an Menno Friedrichs und Sandra Müller, während in der Trostrunde im Einzel Josef Tewes die Nase vorn hatten.
Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die dieses Turnier ermöglicht und dafür gesorgt haben, dass wir uns alle so wohlgefühlt haben, dass wir 2027 eigentlich glatt wiedergekommen wären.
Auch die Tombola-Preise waren in diesem Jahr wieder legendär. Das absolute Highlight war der Rundflug über die Insel mit dem Motorsegler. Sandra, Joachim, Timo und ein glücklicher vierter Gewinner konnten sich aus der Luft davon überzeugen, dass Stefan Ganses Behauptung stimmt: Juist ist tatsächlich der schönste Sandhaufen der Welt!
Trotz suboptimalem Wetter war dieser Flug ein grandioses Erlebnis. Ein kleines Video dazu folgt – allerdings erst nach der Weltmeisterschaft, damit die Spannung bleibt.
Mehr als nur ein Turnier
Doch am Ende war die Platzierung nebensächlich. Was wirklich zählt, ist das Gemeinschaftserlebnis, das die Parkinson-Tischtennis-Familie weiter zusammenschweißt und stärkt.
Dass die Energie des Turniers sogar ein Fernsehteam auf die Insel gelockt hat, spricht für sich. Eigentlich ging es um ein Porträt von Stefan Ganse, doch auch die Stimmen und Geschichten der Teilnehmer prägten die Aufnahmen maßgeblich. Aus mehreren Stunden Material wurden in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ zwar nur rd. zehn Minuten gesendet, aber diese zehn Minuten waren wertvolle Werbung für unseren Sport und die Botschaft, wie man mit der Krankheit aktiv und vernünftig lebt. Ihr findet den Beitrag in der Mediathek des NDR (Hallo Niedersachsen)
FAZIT: Es bleibt zu hoffen, dass sich jemand aus dem hohen Norden der Republik ein Herz fasst und dieses wundervolle Turnier am Leben erhält.
Klaus Barkhofen
Text und Fotos